Hallo Helga, Manfred hat über TURPENOID natural® berichtet (http://www.manfred.bindewald.net)ich verwende es auch. Wenn Du noch Fragen hast so Maile mich an wenn ich wieder im Lande bin.
Gruß Dieter --------------------------------- Das Leben schreiben ohne Radiergummi
So viel ich weiss, liegt das Problem nicht an den Naturhaaren, die sich nicht mit dem Wasser vertragen würden, sondern die Zwinge der Pinsel quillt durch das Wasser auf und zerstört so den Pinsel.
Das verstehe ich so allgemein nicht. BR-Pinsel hin oder her... nehmen wir mal alle Pinsel als Beispiel.
In einem Buch liest man : Pinsel liegend trocknen Im anderen Buch liest man : Pinsel mit Bürste nach oben trocken
Sinn würde für mich die liegende/hängende Variante machen, damit das Wasser nicht oben in die Zwinge läuft, sondern raus läuft-
So habe ich das auch mal gelernt, allerdings beim Aufbau von Rasierpinseln.. die preiswerten Varianten bestehen nicht nur aus Haar/Borste, sondern haben einen kleinen Holzpflock in der Mitte, welcher durch das ständige Aufquellen mit der Zeit spröde und rissig werden würde und somit auch die Haare nicht mehr festhalten könnte. (deswegen gibt es Rasierpinselhalter und die hängend zu trocknen) Aber auch teure Modelle ohne Pflock sollten nur hängend getrocknet werden, weil das ständige aufquellen der Haare sie auch in der Struktur verändert und sie irgendwann vermehr ausfallen.
Wieso sollte das bei Pinseln der Malerei anders sein ?
So viel ich weiss, liegt das Problem nicht an den Naturhaaren, die sich nicht mit dem Wasser vertragen würden, sondern die Zwinge der Pinsel quillt durch das Wasser auf und zerstört so den Pinsel.
Ich habe mir mal genau meine BR Pinsel angeschaut und die Zwinge der anderen, sie sind gleich gearbeitet - die Fächerpinsel sind gleich und auch die Lanschaftspinsel mit den anderen.
Also, noch einmal. Ich habe über 60 Seiten über Pinselreinigung der Bob-Ross-Pinsel geschrieben, ganz ausführlich im Buch "Problemlösungen" und deutlich Kürzer im "Kompendium". Ihr könnt dort alles nachlesen.
Naturhaare sind prinzipiell nicht so das Problem, jedoch aber die Aufbereitungsverfahren dieser Haare. So sind die Pinsel der üblichen Chinaborste (chinesischen Schwein) nicht so empfindlich , wie die original BR-Pinsel. Auf Grund der Vorbehandlungen quellen diese (braunen) Pinselhaare im Wasser massiv auf und sprengen unter Umständen sogar die Zwinge. Nicht ganz so empfindlich sind die hellen Chinaborstenhaare.
Ob ihr es glaubt oder nicht. Im Buch "Problemlösungen" sind mengenweise Abbildungen von solchen Pinseln, nach einem Wasserbad. Außerdem habe ich mehrere etwas auswändige Verfahren beschreiben, wie solche Pinsel wieder gerettet werden können, wenn die Zwinge nicht bereits Schaden genommen hat.
Zum nächten Punkt. Trocken der Pinsel und Lagerung. Auch darüber sind viele Bilder vorhanden. NIE mit dem Stil nach unten! Dann läuft der Verdünner mit dem Restfarbpigmenten Richtung Zwinge und führt zu Verharzung und baldigem Verlust der Geschmeidigtkeit. Auch das läßt sich aufwendig reparieren! Ich lasse immer die BR-Pinsel trocknen, indem ich den Stil auf ein etwa 7 cm hohen Holzbänkchen lagere und die Borsen auf einem saugfähigem Tuch liegen. Bisweilen Stelle ich auch die Pinsel auf die Borten, steil angelehnt, damit diese sich nicht beim Trocknen verbiegen.
Zum besseren Verständnis. Die BR-Pinsel verfügen über Borsten, die hohl sind und somit die Farbe aufsaugen, vor allem aber den Verdünner. Das ist auch ein Grund, warum man bei Malen dieses Pinsel nicht zwischenzeitlich in Verdünner reinigen sollte. Da der Verdünner beim besten Willen nicht auf die Schnelle entfernt werden kann. läuft dieser aber bei erneuter Farbaufnahe teilweise aus und verdünnt die Farbe so,dass keine weitere Farblage darauf mehr Haftung findet.
Beim Reinigen in Verdünner bleiben immer Farbpigmente im Verdünner zurück (Das ist ja auch der Zweck der Übung), die sich aber auch in den Kapillaren halten. Um hier Abhilfe zu schaffen, muss eine Reinigung in Verdünnerkaskaden erfolgen, also mindesten 2 weitere Waschungen in jeweils sauberem, neuen Verdünner. Erst dann kann man weitgehend sicher sein den größten Teil von Farbpigmenten aus den Kapillaren entfernt zu haben. Ganz wird das nie gelingen!
Also die Nass-auf-Nass-Olmaltechnik mit dem Pinseln der BR-Company gelingt sehr infach, beinhaltet aber doch erhebliche Tücken, die gelernt werden müssen. Das ist auch der Grund, dass ich mir die Mühe gemacht hatte die 3 Bände des Kompendiums zu verfassen. Nirgends steht sonst etwas vernünftiges darüber geschrieben, aber ständig wird ein sagenhaftr Unsinn darüber verzapft und Dinge in Unkenntnis verwechselt und die wildesten Behauptungen aufgestellt.
Das war auch der Grund, dass ich über ein halbes Jahr mit verschiedensten Pinseln experimentell ihre Reinigungsproblem und damit verbundenen Folgen gearbetet und penibel dokumentiert habe. In vielen Diskusssionen wuren meine Erfahrungen immer angezweifelt und für übertrieben, blödsinnig abgetan. Seit diesen Dokumentationen herrscht wenigsten jetzt etwas Ruhe.
Eine sehr komplette Beschreibung, danke.....aber die BR-Methode ist ja mittlerweile bekannt. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob jemand von euch Pinselseife oder Conditioner verwendet.
liebe Grüße Helga
www.deesart.net lose your dreams and you will lose your mind
Diese Frage würde mich auch interessieren Helga, besonders wegen der Seife. Es gibt ja spezielle Künstlerseife, auch nur so zum Händewaschen, aber eben auch zur Reinigung der Pinsel. Habe ich mal gelesen....
Beste Grüße Achim (Nicht Jeder der einen großen Pinsel hat ist auch ein Maler)
Vorausschickend muß ich sagen, ich versuche mich ja erst mit der Ölmalerei und da ich mit BR angefangen habe, ging mir die Pinselwascherei auf den Wecker,ich hasse es richtig.. Also, da ich ja derzeit nicht mit BRPinseln arbeite, bin ich draufgekommen, wenn ich sie mit Babyöltüchern vorreinige, dann mit normaler Kernseife und Wasser reinige und nur selten mit Reinigungsmittel behandle bleiben sie schön,fragt sich nur wie lange, da habe ich keine Erfahrung.
Meine Erfahrung mit dem sog. Conditioner (der Fa. Bob-Ross) ist nicht so berauschend. Da er auf öliger Bassis beruht und man die Pinsel langer nicht benutzt (Beispielsweise habe ich ca. 40 2-Zoll-Landschaftspinsel, die natürlich nicht immer alle in Benutzung sind) auch trocknen werden die Pinselhaare damit auch fest und verbacken mit der Zeit. Ich habe deshalb auf dessen Einsatz komplett verzichtet.
Zur Pinselseife ist zu sagen, dass es auch da erhebliche Unterschiede gibt. Nach meiner Erfahrung zählt zu den Besten die Seife "The Masters Brush-Cleaner", die zwar etwas teuer ist (kostet in den USA 9 $) aber auch fantastisch Verharzungen und alte Farbreste weitgehend lösen zu können. (Foto im Anhang)
Meine Lieferanschrift dazu: http://www.kuenstlershop24.de/kuenst/ Suche: Seife Pinselreiniger Dose Pinselreiniger für Öl-/Acryl- und Wasserfarben, Dose 75g
Hihi Urs.. ich glaube der hat`s hinter sich.. da kann wohl auch kein Tipp mehr helfen
Mich würde wirklich mal brenndend interessieren, wie D i e t m a r seine Pinsel behandelt.
Er malt ja nun schon einige Jahrzehnte und das in einer unglaublichen Quantität und da denke ich, dass seine Pinsel einiges hinter sich haben
Meine Pinsel wasche ich zum Beispiel nie mit Wasser aus... zum einen, weil ich ja nicht weiss, ob ich später nochmal male (und dann sind die nass.. ich glaube das wäre nicht gut) zum anderen, wenn man Bob-Ross-Pinsel nur mit Pinselreiniger / Verdünner oder was auch immer sorgfältig reinigt und die Pinsel bleiben toll und schön.. WIESO soll ich dann andere Pinsel unbedingt nochmal auswaschen ?
So recht verstehe ich das alles noch nicht, wenn ich ehrlich bin
Vielleicht rächt sich meine faule, wasserlose Methode auch in ein paar Wochen.. kann sein. Also ein halbes Jahr haben die Pinsel so nun schon überlebt und ich finde die sehen ganz gut aus ....
Ich reinige die in meinem geruchslosen Verdünner.. dann nochmnal in einem extra Gläschen mit ganz sauberem Verdünner (wie eine Waschstrasse.. hihi), dann spüle ich die in einem Gläschen mit Babyöl nochmal aus , mache sie so weit wie möglich trocken und fertig.. Geht ganz schnell
Ich mach es so wie Jeannie- ich wasche meine Pinsel nie mit Wasser aus Die ärgste Farbe nehme ich mit einem Babyöltuch herunter, da ist fast alles sauber und zum schluß hab ich auch ein kleines Gläschen mit - entweder Babyöl, olivenöl oder Sonnenblumenöl- da bleiben die Pinsel schön weich und sauber. Ich hab hier sogar schon mal ein Bild eingestellt, irgendwo bei Malproblemen- keine Ahnung. Ich habs gefunden- ist unter Malzubehör (für Juste) da sind Bilder drinnen.
Ich nehme nur Terpentinersatz -geruchslos oder normal vom Baumarkt .. Gute Pinsel wasche ich dann noch mit üblicher Seife aus . ( Seifenspender aus jeder Drogerie )